Madagassische Lutherische Kirche

Lied & Evangelium

Am dritten Sonntag nach der Dreifaltigkeit vom 29. Juni-04. Juli 2020

„Gott liebt es, Barmherzigkeit zu zeigen”

Einleitung: Diese Aussage bezieht sich auf Gottes tiefe Natur. Nämlich sagt Er: „ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer” Hos 6,6. Es offenbart seine Eigenschaft als Gott, der es liebt, die Sünden zu vergeben, was der Prophet sagen ließ: „So fern der Morgen ist vom Abend, lässt er unsre Übertretungen von uns sein. Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten“ Ps 103,12-13. Denn die Barmherzigkeit Gottes bedeutet sein Mitgefühl mit dem gefallenen Menschen, um ihn zu rechtfertigen und wiederherzustellen. Denn auch wenn sein Herz sehnt sich danach, wieder auf die Beine zu kommen und das Gute zu tun. Er bleibt an die Sünde gebunden, was Paulus schreien ließ: „Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe?“ Röm 7,24. Dazu sagt aber der Herr immer noch: „Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ 2. Kor 12,9; „dass wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und erkennt alle Dinge“ 1. Joh 3,20. Deshalb sagte Jesus zu dem Pharisäer, der Ihn dafür Vorwurf machte, mit Sündern zu essen: „Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken … Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten“ Mt 9,12-13b. – wie Saulus, der Pharisäer, der die Christen heftig verfolgte aber Barmherzigkeit empfing, und zum „von Gott auserwählten Instrument“ gemacht wurde. Deshalb lobte David Gott in diesen Worten: „Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. Er wird nicht für immer hadern noch ewig zornig bleiben. Er handelt nicht mit uns nach unseren Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat“ Ps 103,8-10. Wir sollten darauf achten, „die Vergebung für selbstverständlich zu halten und so undankbar zu werden « (Lk 17,17) oder sonst « töricht zu sein » (Eph 5,17). Am gefährlichsten ist es, « sich daran zu gewöhnen, vergeben zu werden, und so unempfindlich zu werden gegenüber den Aufrufen zur Buße und zur Umkehr von bösen Wegen ». Denn „Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?“ Röm 2,4b. In dieser Hinsicht predigte Jesus: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ Mt 4,17.

Montag den 29.: Gott liebt es, Barmherzigkeit zu zeigen und hält an seinem Zorn nicht fest.
„der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er ist barmherzig » Mi 7,18b.
Lesung 1: Röm 9,9-16. Lesung 2: Mi 7,18-20. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Mi 7,18.
Einleitung: Gott liebt es bestimmt, Barmherzigkeit zu erweisen, deshalb zerstört Er den Sünder nicht, sondern lädt ihn ein, zur Besinnung zu kommen, damit er zu Ihm zurückkommen und sich mit ihm versöhnen kann. Dies tut er, um ihn zu rechtfertigen und aus ihm einen « neuen Mann » zu machen. Dann wird er wie David sagen: „An dir allein habe ich gesündigt und übel vor dir getan” Ps 51,4. Und wie der verlorene Sohn wird er seinem Vater gestehen: „Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße“ Lk 15,18-19.

Dienstag den 30.: Die Barmherzigkeit Gottes verlässt den Sünder nicht.
„Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?“ Röm 2,4b.
Lesung 1: Lk 15,11-24. Lesung 2: Röm 2,1-16. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Röm 2,3-4.
Einleitung: Nicht aus Schwäche, sondern aus Zärtlichkeit hat Gott Mitleid mit dem Sünder und erweist ihm seine Barmherzigkeit. Er sagte zu Israel: „Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie seiner vergäße, so will ich doch deiner nicht vergessen” Jes 49,15-16. Als der neben Jesus gekreuzigte Räuber ihn bat und sagte: „Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!“ Er antwortete ihm: „Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein“ Lk 23,42-43.

Mittwoch, den 01.: Die Barmherzigkeit Gottes vergibt dem Sünder.
„Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben” Mt 9,2.
Lesung 1: Jes 55,6-9. Lesung 2: Mt 9,1-8. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Mt 9,1-2.
Einleitung: Jesus erhielt die Vollmacht zu richten, gemäß Joh 5,22-23. Dennoch würde Er viel lieber den Sünder zu sich kommen sehen, um Buße zu tun und seinen Glauben zu zeigen, damit Gott ihn retten kann. Diesbezüglich sagte Er: „wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen” Joh 6,37. David sagte: „Du erhörst Gebet; darum kommt alles Fleisch zu dir“ Ps 65,2.

Donnerstag, den 02.: Die Barmherzigkeit Gottes sucht den Sünder.
„Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist” Lk 19,10.
Lesung 1: Jes 44,19-22. Lesung 2: Lk 19,1-10. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Lk 19,10.
Einleitung: Gott vergisst sein Volk und sein auserwähltes Volk nicht. Als Israel in Schwierigkeiten geriet, infolge ihrer Untreue, nämlich ihrer Verfehlung und ihres Verrats, war sie verzweifelt und sagte: „Der HERR hat mich verlassen, der Herr hat meiner vergessen” Jes 49,14. Aber Gott hat sein Volk weder verstoßen, (Röm 11,1), noch vergessen. Er erinnert sich an seinen Bund und ruft sein Volk zurück zu Ihm: „Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich“ Jes 44,22d.

Freitag, den 03.: Die Barmherzigkeit Gottes errettet den Sünder.
„Denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette” Joh 12,47b.
Lesung 1: Jer 33,5-11. Lesung 2: Joh 12,44-50. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Joh 12,46-47.
Einleitung: Die Barmherzigkeit Gottes besteht darin, dass Er die Schulden nicht beibehalten, sondern vergeben will! Deshalb tritt Er für die Sünder ein, gemäß der Aussage des Apostels Johannes: „Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. Und er ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt” 1. Joh 2,1-2. Seine Liebe ist so groß, „dass er sein Leben für uns gelassen hat“ 1. Joh 3,16.

Samstag, den 04.: Die Barmherzigkeit Gottes Barmherzigkeit dauert in Ewigkeit.
„Aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen” Jes 54,8b.
Lesung 1: Eph 5,11-17. Lesung 2: Jes 54,4-8. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Jes 54,8.
Einleitung: Die Barmherzigkeit Gottes ist « ewige Barmherzigkeit », weil „Er sein Volk mit ewiger Liebe geliebt hat » (Jer 31: 3). Auf dieser Grundlage schließt Er einen Bund mit seinem Volk und sagt: „meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer” Jes 54,10.

Diese Perikop ist in Madagassisch, Französisch, Englisch und Deutsch veröffentlicht. Sie ist auf der Website www.hifi-madanet.org und auf Facebook „HiFi-deutsch“ zu finden. Hören Sie „hifiradio.org“ – Lehre, Zeugnisse, Lieder … rund um die Uhr. © Madanet

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