Madagassische lutherische Kirche Lied & Evangelium am dritten Adventssonntag – Woche vom 14.-19. Dezember 2020

„Gott besucht sein Volk“

„Gott besucht sein Volk.“ Das ist ein sehr erfreuliches Wort. Was besagt es? Barmherzigkeit, Frieden, Vergebung, Trost, Wiederherstellung seines Volkes, Vorbereitung auf die Erneuerung seines Bundes, der besagt: „So will ich euer Gott sein und ihr sollt mein Volk sein“ Jer 7,23b. Dieses Wort besagt tatsächlich, dass Gott weder die Sünden anrechnet noch seinen Zorn behält, weil Er an Barmherzigkeit Gefallen hat (Hos 6,6). Diese Barmherzigkeit bewahrt Er gegenüber seinem Volk – nach dem, was geschrieben steht: „Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser“ Jes 54,8. Und weil Gott die Menschen nicht verlässt, damit sie zugrunde gehen, sandte Er den Messias, um ihre Sünden zu vergeben und sie mit ihrem Vater zu versöhnen. Es ist ein großer Beweis der Liebe, aber auch der sicheren Weisheit Gottes; denn „nicht der Zorn, sondern die Liebe fördert Frieden“. Deshalb gab er Christus, seinem Sohn, hin, um das Erlösungswerk zu vollbringen – die Vergebung der Sünde und die Zerstörung der Trennung, die die Sünde verursacht hat. Eigentlich steht geschrieben: „Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu“ 2. Kor 5,19a. Daher bestätigt das Evangelium, dass, als wir noch Sünder waren, Gott unsere Sünde bereits vergeben hat, in Christus, welcher für uns gestorben ist“ (Röm 5,8). Und Er ist dazu bereit, uns wirklich zu vergeben, so dass wir nicht sterben oder zugrunde gehen (Jesa 55,7). Zu diesem Zweck ermahnt Er uns, zu Ihm zurückzukehren, und den Weg des Lebens zu wandeln, gemäß seinem Wort: „So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: Ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe“ Hes 33,11. Lassen wir unser Herz von Gott besucht werden, denn Jesus sagt: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir“ Offb 3,20. Dies ist Emmanuels Besuch bei uns, was bedeutet: „GOTT MIT UNS“ Mt 1,23c.

Montag, den 14.: Gott besucht sein Volk.
„Redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist“ Jes 40,2a.
Lesung 1: Mt 1,18-25. Lesung 2: Jes 40,1-2. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Jes 40,2a.
Einleitung: Nicht mit dem Schwert noch der Drohung der Gefahr noch der Verurteilung der Sünde, sondern mit der Verkündigung der guten Nachricht besucht Gott sein Volk. In Wahrheit ist dies die Botschaft des Evangeliums, gemäß der Aussage Jesu: „Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde“ Joh 3,17. Der Messias, Emmanuel, ist tatsächlich zu uns gekommen, was bedeutet: „Gott mit uns“ Mt 1,23c.

Dienstag, den 15.: Hab Vertrauen, dass der Messias kommt.
„Denn des HERRN Mund hat’s geredet“ Jes 40,5b.
Lesung 1: Mt 1,18-25. Lesung 2: Jes 40,3-8. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Jes 40,5.
Einleitung: Das Kommen des Messias, des Gesalbten des Herrn, wurde seit Langem erwartet. Die Erfüllung dessen, was Jesaja etwa 830 Jahre vor dem Kommen Jesu prophezeit hatte: „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter“ Jes 9,5a wurde von dem Engel bestätigte, indem er zu Joseph über seine Frau Maria sagte: „Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden“ Mt 1,21.

Mittwoch, den 16.: Der Messias kommt, um sein Volk zu trösten.
„Sage den Städten Judas: Siehe, da ist euer Gott“ Jes 40,9.
Lesung 1: Mt 9,32-38. Lesung 2: Jes 40,9-10. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Jes 40,9.
Einleitung: Gott verlässt die Menschen nicht; Er will sie nicht zugrunde gehen lassen. Deshalb hat Er seinen gesalbten Messias gesandt, um sie zu suchen und zu retten (Lk 19,10). Das Kommen des Messias ist wirklich ein großer Trost für Israel; es bedeutet, dass Gott sie nicht vergessen hat, besonders in den schwierigen Zeiten, die sie durchlebt und ausgehalten haben. Kurz vor seinem Leiden sagte Jesus zu seinen Jüngern, um sie zu ermahnen und zu trösten: „Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch“ Joh 14,18, „Eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden“ Joh 16,20b.

Donnerstag, den 15.: Gott bereitet sein Volk auf sein Kommen vor.
„Er wird die Söhne Levi reinigen“ Mal 3,3b.
Lesung 1: Hes 36,24-27. Lesung 2: Mal 3,1-4. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Mal 3,3.
Einleitung: Der Herr soll mit einem neuen und gereinigten Herzen empfangen werden. In dieser Hinsicht sagt Jesus: „Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen“ Mt 5,8. Denn ohne Heiligkeit wird niemand den Herrn sehen (Hbr 12,14b). So betete David: „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist“ Ps 51,10.

Freitag, den 18.: Machen Sie sich bereit, den Herrn willkommen zu heißen.
„Bereitet den Weg des Herrn und macht seine Steige eben“ Lk 3,4c.
Lesung 1: 1. Petr 2,1-5. Lesung 2: Lk 3,1-6. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Lk 3,3-4.
Einleitung: Gewiss wird Jesus kommen, um die Seinen zu besuchen, zu holen (Mt 25,34), und sie in sein Reich mitzunehmen (Joh 10,16). Er macht jedoch deutlich, dass „die Gerechten diejenigen sind, die sein Reich erben werden“ – diejenigen, die den Willen des Vaters tun und auf dem Weg der göttlichen Wahrheit wandeln. Aber „Draußen sind […], die die Lüge lieben und tun“ Offb 22,15a,d. Dennoch ist Er bereit, den reuigen Sünder zu rechtfertigen; zu dem wird er sagen: „Deine Sünden sind dir vergeben“ Mt 9,2b.

Samstag, den 19.: Jesus ist zu dir gekommen.
„Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an“ Offb 3,20a.
Lesung 1: Lk 24,28-43. Lesung 2: Offb 3,14-20. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Offb 3,20a.
Einleitung: Die Heilige Schrift sagt, „[Jesus] ist der Welt Heiland“ Joh 4,42c. Daher reiste Er von einem Dorf in ein anderes, verkündete das Evangelium der Erlösung, und lehrte mit Geduld die Menge, die Ihm folgte. Dennoch legte Er Wert darauf, mit denen in Kontakt zu treten, die Ihn suchten und zu Ihm kamen, um gerettet zu werden. Auf diese Weise möchte Er ihnen sagen können: „So verdamme ich dich auch nicht“ Joh 8,11b, „Dein Glaube hat dir geholfen“ Lk 7,50.

Dieses Perikop wird in madagassischer, französischer, englischer und deutscher Sprache veröffentlicht und ist auf der Website www.hifi-madanet.org und auf Facebook unter „HiFi – Englisch“ zu finden. Hören Sie hifiradio.org 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche: Unterricht, Lieder, … © Madanet

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