Madagassische Lutherische Kirche Lied & Evangelium Am sechsten Sonntag nach Epiphanie vom 15.-20. Februar 2021 „Ich bin dein Gott“

Ich bin dein Gott: Dies ist ein kraftvolles und direktes Wort von Gott, eine Ermahnung, sein Volk Israel an den Bund zu erinnern, den er mit ihnen geschlossen hatte, als er kam, um sie von der Sklaverei der Ägypter zu befreien, und zu ihnen sagte: „Ich will euch annehmen zu meinem Volk und will euer Gott sein, dass ihr’s erfahren sollt, dass ich der HERR bin, euer Gott, der euch wegführt von den Lasten, die euch die Ägypter auflegen“ 2. Mose 6,7. Und dies wiederholte Er ihnen, als sie in Babylon in Gefangenschaft gehalten wurden: „Sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein“ Jer 31,33. Tatsächlich hatte Er bereits diesen Befehl gegeben: „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“ 2. Mose 20,3. Das Herz des Menschen ist jedoch rebellisch und böse (Röm 3,9-10) wegen der Begierde, die in ihm wirken. Tatsache ist, diese meistern und versklaven ihn, und gefährdet oder sogar vernichtet seine Liebe zu Gott (Joh 5,43) und seinen Gehorsam gegenüber seinen Geboten (Joh 14,15). Daher weicht er leicht ab und wendet sich von Ihm ab, und lässt sich vom Teufel, dem Feind Gottes, mitreißen. So führt ihn der Teufel dazu, „andere Götter“ anzubeten, die doch keine sind, und die ihn weder retten noch leben lassen können! Deshalb ist die Aussage „Ich bin dein Gott“ die Stimme Gottes, die sein Volk noch immer ruft, zu Ihm zurückzukehren, und wodurch Er ihmn noch beruhigt, indem Er sagt: „Kehrt zurück, ihr abtrünnigen Kinder, so will ich euch heilen von eurem Ungehorsam“ Jer 3,22a. Denn wer dem Fleisch dient, wird die Verderbnis des Fleisches ernten, da er zum Tode sät (Gal 6,8). In der Tat führt die Trennung von Gott zu einem gefährlichen und tödlichen Weg, wie Adam und Eva, die keinen Betreuer mehr hatten. Darum gibt Er seinem sündigen Volk noch eine große Zusicherung der Erlösung, die Er erfüllen wird, wenn es zu Ihm zurückkehrt, gemäß seinen Worten: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch“ Jes 41,10a-c. Eigentlich verkündet der Herr: „Fürchte dich nicht, ich helfe dir“ Jes 41,13b.

Montag, den 15.: „Ich bin dein Gott“
„Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen“ Ps 50,15.
Lesung 1: Röm 10,11-15. Lesung 2: Ps 50,7-23. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Ps 50,15.
Einleitung: Gott lässt sein Volk nicht im Stich, und ruft es dann dazu auf, zu Ihm zurückzukehren. Bringt eure Kämpfe
zu ihm und weint zu Ihm im Leiden und Versagen. Denn Er ist „eine Hilfe in den großen Nöten“ Ps 46,2b. Er sandte seinen Sohn Jesus Christus, um „zu suchen und selig zu machen, was verloren ist“ (Lk 19,10); darum wurde Er von Ihm gesandt, nicht um zu verurteilen, sondern um zu retten (Joh 3,17).

Dienstag, den 16.: Jesus Christus ist der, der den Vater offenbart.
„Dies ist mein lieber Sohn“ 2. Petr 1,17c.
Lesung 1: Kol 2,9-15. Lesung 2: 2. Petr 1,12-18. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: 2. Petr 1,17.
Einleitung: Jesus ist bestimmt der Offenbarer Gottes des Vaters. So sagte Johannes: „Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt“ Joh 1,18. Glückselig sind diejenigen, die Jesus empfangen haben, denn Er gibt ihnen „Macht, Gottes Kinder zu werden“ (Joh 1,12), nämlich Kinder, die Erben Gottes sind (Röm 8,17).

Mittwoch, den 17.: Schaut euch Jesus alleine an.
„Als sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand als Jesus allein“ Mt 17,8.
Lesung 1: Hbr 12,1-3. Lesung 2: Mt 17,1-9. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Mt 17,8.
Einleitung: Als Philippus Jesus fragte: „Herr, zeige uns den Vater und es genügt uns“, antwortete Jesus ihm: „Wer mich sieht, der sieht den Vater… Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst aus. Und der Vater, der in mir wohnt, der tut seine Werke“ Joh 14,8-9b,10b. Das Werk des Vaters in Jesus besteht darin, die Menschen zu retten. Deshalb: „Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig“ Apg 16,31.

Donnerstag, den 18.: Beseitigt alle falschen Götter.
„Denn es ist genug, dass ihr die vergangene Zeit zugebracht habt nach heidnischem Willen, als … gräulichem Götzendienst“ 1. Petr 4,3.
Lesung 1: Ezek.6,1-8. Lesung 2: 1. Petr 4,1-7. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: 1 Petr 4,3.
Einleitung: Hier wird verkündet, dass „Götzendienst strengstens verboten ist“, weil es Feindlichkeit gegen Gott ist. Es besteht nämlich darin, Ihn zu demütigen, indem man Ihn betrachtet, wie geschaffene oder menschlich gemachte Dinge, worüber Er befohlen hat: „Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht“ 2. Mose 20,4a,5a. Denn diejenigen die Götzen dienen, die aus „eitlen und lügnerischen Dingen“ bestehen (Ps 31,5a), werden von Gott verurteilt; sie werden zugrunde gehen, genau wie die Götzen, denen sie dienen (5. Mose 32,21).

Freitag, den 19.: Predigt und verkündet, wer euer Gott ist.
„So sei euch und dem ganzen Volk Israel kundgetan: Im Namen Jesu Christi von Nazareth… durch ihn steht dieser hier gesund vor euch“ Apg 4,10.
Lesung 1: Joh 1,43-49. Lesung 2: Apg 4,1-12. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Apg 4,10.
Einleitung: Alle, die Jesus als Herrn und Christus angenommen haben, können nicht schweigen, und ihn nicht offenbaren. Im Gegenteil werden sie den Mund öffnen und sagen: „Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unsern Augen, was wir betrachtet haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort des Lebens… was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt“ 1. Joh 1,1,3a. Paulus ermahnte Timotheus mit folgenden Worten: „Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit“ 2. Tim 4,2a.

Samstag, den 20.: Gebt eurem Gott die Ehre.
„Aber Gott, dem ewigen König, dem Unvergänglichen und Unsichtbaren, der allein Gott ist, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen“ 1. Tim 1,17.
Lesung 1: Mk 8,34-38. Lesung 2: 1. Tim 1,12-17. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: 1 Tim 1,17.
Einleitung: Wenn die Heilige Schrift über den Menschen sagt: „So gebt nun jedem… Ehre, dem die Ehre gebührt“ Röm 13,7a,e, wie viel mehr muss der Mensch Gott die Ehre geben, der ihn nach seinem Bild geschaffen hat (1. Mose 1,26a), und der vor allem den Sünder erlöst hat, damit er das ewige Leben erbe (Joh 3,16)! Lasst uns also unsere Stimmen, mit denen des Psalmisten vereinen und verkünden: „Bringet dar dem HERRN die Ehre seines Namens“ 1. Chron 16,29a.

Dieses Perikop ist in madagassischer, französischer, englischer und deutscher Sprache erhältlich und kann auf der Website www.hifi-madanet.org und auf Facebook „HiFi – deutsch“ gefunden werden. Hören Sie hifiradio.org 24 Stunden / 7 Tage: Lehren, evangelische Lieder, … © Madanet

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