Am dritte Sonntag nach Ostern vom 20.-26. Juni 2021 „Die wunderbare Barmherzigkeit Gottes“ *

Die Botschaft: Das Wort „wundersam“ bezeichnet etwas, was wir Menschen nicht tun können, und was unser Verstand nicht begreifen oder sich gar vorstellen kann. Es ist ein Attribut, das genau den Gott identifiziert und offenbart, der das erschafft, was nie gewesen ist, wie Er einmal sagte: „Es werde Licht! Und es ward Licht“ 1. Mose 1,3, und der in der Lage ist, das, was ist, zu vernichten, wie Jesus sagte: „Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen“ Mt 24,35. Es ist diese „bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich“ Lk 18,27 und auch: „Bei Gott sind alle Dinge möglich“ Mt 19,26b. Aufgrund dieser unbegreiflichen Größe Gottes sagt uns der Herr: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege,
spricht der HERR, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken“ Jes 55,8-9. Es ist die Natur Gottes, Wunder zu tun, gemäß dem Namen, mit dem die Heilige Schrift ihn nennt: „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst“ Jes 9,6. So sind alle Werke Gottes „Wunder“, und sie sind zahllos, wie der Psalmist es ausdrückt: „HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter“ Ps 104,24. Aber das Erstaunlichste und Wunderbarste ist Gottes Geduld und Barmherzigkeit mit uns Sündern, so dass Er uns nicht zugrunde gehen lässt,
sondern uns rettet, indem Er uns die Sünden vergibt. So steht es geschrieben: „[HERR], da Tausenden Gnade bewahrt und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde“ 2. Mose 34,7a. Die Vergebung? „Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen“ Ps 118,23. Deshalb ermahnt uns Gottes Barmherzigkeit, umzukehren und uns mit Gott zu versöhnen. Zu denen, die das annehmen, sagt Jesus: „Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben“ Mt 9,2b, „Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist“ Lk 19,10.

Montag, den 21.: Gottes Barmherzigkeit ist wunderbar.
„Der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er ist barmherzig“ Mi 7,18b.
Lesung 1: Ps 103,1-11. Lesung 2: Mi 7,18-20. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Mi 7,18.
Einleitung: Barmherzigkeit ist ein Attribut Gottes, wie Nehemia erklärte: „Aber du, mein Gott, vergabst und warst gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte und verließest sie nicht“ Neh 9,17d. Deshalb verlangt er von seinem Volk, barmherzig und mitfühlend zu sein, wie er es ist. Jesus sagte: „Denn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer“ Hos 6,6.

Dienstag, den 22.: Gottes Barmherzigkeit ermahnt zur Umkehr.
„Gottes Güte [leitet dich] zur Buße“ Röm 2,4b.
Lesung 1: 2. Petr 3,1-10. Lesung 2: Röm 2,1-10. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Röm 2,4.
Einleitung: Als Antwort auf seine Barmherzigkeit wartet Gott darauf, dass die Menschheit zu ihm zurückkehrt, wie er durch den Apostel Paulus aufrief: „Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun“ Apg 17,30. Allen, die diesen liebevollen Ruf aufrichtig beherzigen, zeigt Gott immer noch die Weite seines barmherzigen Herzens, wie der Psalmist schrieb: „Ein geängstetes, zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten“ Ps 51,19b.

Mittwoch, den 23.: Gottes Barmherzigkeit vergibt Missetaten.
„Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben“ Mt 9,2b.
Lesung 1: Jes 44,21-28. Lesung 2: Mt 9,1-13. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Mt 9,1-2.
Einleitung: Vergebung ist eine Herzenseigenschaft Gottes. Er sagt zu den Sündern: „Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter von seinen Gedanken und bekehre sich zum HERRN, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung“ Jes 55,7. Er hat diese Eigenschaft durch seinen Sohn, Jesus Christus, weiter demonstriert: „Und Jesus sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr“ Joh 8,11b.

Donnerstag, den 24.: Gottes Barmherzigkeit, ein Akt seiner Liebe zu den Sündern.
„Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte“ Jer 31,3.
Lesung 1: Joh 8,1-11. Lesung 2: Jer 31,1-6. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Jer 31,3.
Einleitung: Gott liebt alle Menschen, die er geschaffen hat, ganz gleich, wer sie sind. So berichtet Markus von der Begegnung Jesu mit einem reichen
Mann: „Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm“ Mk 10,21a. Der Apostel Paulus betont weiter, dass es Gottes Entscheidung ist, uns sündige Menschen zu lieben und nicht wegen unserer Würdigkeit: „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren“ Röm 5,8.

Freitag, den 25.: Gottes Barmherzigkeit stärkt sein Volk.
„Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ 2. Kor 12,9a.
Lesung 1: Jer 1,4-10. Lesung 2: 2. Kor 12,7-10. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: 2. Kor 12,9.
Einleitung: Gott verwirft das Volk, das er erwählt und mit dem er einen Bund geschlossen hat, nicht, und deshalb gibt er ihm Verheißungen, die es trösten und erbauen sollen. Er spricht sein Volk Israel mit diesen Worten an: „Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erwählt habe, […] den ich fest ergriffen habe von den Enden der Erde her und berufen von ihren Grenzen, zu dem ich sprach: Du sollst mein Knecht sein; ich erwähle dich und verwerfe dich nicht“ Jes 41,8-9. Er gibt nicht auf, sondern bringt Opfer um seines Volkes willen, wie Jesus zu Simon Petrus sagte: „Simon, Simon, siehe, der Satan hat begehrt, euch zu sieben wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dereinst dich bekehrst, so stärke deine Brüder“ Lk 22,31-32.

Samstag, den 26.: Gottes Barmherzigkeit ist lebensspendend.
„Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, [… hat uns] mit Christus lebendig gemacht“ Eph 2,4-5.
Lesung 1: 1. Joh 5,10-12. Lesung 2: Eph 2,1-9. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Eph 2,4-5.
Einleitung: Nur Gottes Barmherzigkeit bewahrt die Existenz seines Volkes und erhält es aufrecht. In diesem Zusammenhang sagte der Prophet Jesaja:
„Hätte uns der HERR Zebaoth nicht einen geringen Rest übrig gelassen, so wären wir wie Sodom und gleich wie Gomorra“ Jes 1,9. Auch der Prophet
Hesekiel sagt Folgendes über Gottes Güte: „So sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: Ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen,
sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe“ Hes 33,11a.

Diese Perikope ist auf Madagassisch, Französisch, Englisch und Deutsch verfügbar und kann unter www.hifi-madanet.org und Facebook « Songs and Gospel » eingesehen werden. Hören Sie hifiradio.org 24/7: Lektionen, Lieder, … © Madanet

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