Madagassische Lutherische Kirche Lied & Evangelium Am neunzehnten Sonntag nach Dreifaltigkeit vom 10.-16. Oktober 2021 „Gott erlöst die Sünder“ *

Die Botschaft: Es war Gottes ursprünglicher Plan, mit den Menschen zusammenzuleben; zu diesem Zweck schuf Er sie nach seinem Ebenbild (1. Mose 1,26). Leider wurden die Menschen von ihrem Schöpfer getrennt, als Adam und Eva Gottes Gebot übertraten und in Sünde fielen (1. Mose 3,6). Und weil der Sünde Sold der Tod ist (Röm 6,23a), wurde das Menschengeschlecht gefangen genommen, und unter die Kontrolle des Teufels und des Todes gestellt. Dennoch will Gott nicht, dass die Menschen zugrunde gehen, so schafft Er Erlösung für sie. In diesem Zusammenhang sagte Er: „Ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe“ Ezek 33,11a. „Erlösung“ ist der Rückkauf einer Person oder Sache, die in die Hände eines Fremden gefallen ist, um sie ihrem rechtmäßigen Eigentümer zurückzugeben. Die Erlösung Gottes zielt also darauf ab, dass die Menschen wieder in seinem Reich leben und nicht zugrunde gehen. Er schenkt sie frei in Jesus Christus, dem „Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt“ Joh 1,29b. Jesus hat wahrlich die Sünden der ganzen Menschheit auf sich genommen, indem Er sein Leben hingab und sein Blut am Kreuz vergoss, denn „ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung“ Hbr 9,22b. So wurde Jesus für unsere Übertretungen dahingegeben und dann zu unserer Rechtfertigung auferweckt (Röm 4,25). Durch den Tod und die Auferstehung Jesu hat Gott eine ewige Erlösung für die Sünder vollendet. Solch ist die Kraft des Lebens, die die Sünde und die Werke des mörderischen Teufels überwindet, und die den Tod verschlingt. Gottes Erlösung wird durch den Glauben empfangen, und durch ein reuendes Herz, das zu Ihm zurückkehrt und sich bereit erklärt, sich von dem Leben in Sünde abzuwenden, um seinen Willen und Werk zu tun. Ein solcher Mensch empfängt Gottes Vergebung und seine Rechtfertigung. In ihm erfüllen sich die Worte der Heiligen Schrift: „So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind“ Röm 8,1.

Montag, den 11.: Gott erlöst die Sünder und ruft sie auf, zu Ihm zurückzukehren.
„Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich“ Jes 44,22b.
Lesung 1: Lk 15,11-24. Lesung 2: Jes 44,21-23. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Jes 44,22.
Einleitung: Weil die Sünder nicht fähig sind, sich selbst zu erlösen, hat Gott für sie eine Erlösung durch seinen eingeborenen Sohn, Jesus Christus, geschaffen. Die Heilige Schrift sagt: „Denn Christus ist schon zu der Zeit, als wir noch schwach waren, für uns Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand um eines Gerechten willen; um des Guten willen wagt er vielleicht sein Leben. Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Um wie viel mehr werden wir nun durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht geworden sind“ Röm 5,6-9.

Dienstag, den 12.: Gott erlöst und erhebt den Sünder.
„Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit“ Kol 3,4.
Lesung 1: 1. Joh 3,1-2. Lesung 2: Kol 3,1-10. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Kol 3,4.
Einleitung: Jesus Christus akzeptierte, sich zu demütigen und zu kommen, um die Sünder zu retten und sie von der Schande der Sünde zur Herrlichkeit seiner Heiligkeit zu erheben. Er erklärte dies in Gleichnissen, wie Er sagte: „Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eins von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er’s findet? Und wenn er’s gefunden hat, so legt er sich’s auf die Schultern voller Freude. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war“ Lk 15,4-6.

Mittwoch, den 13.: Die Liebe Gottes, die den Sünder erlöst, ist unbeschränkt.
„Sollte dann nicht diese […] am Sabbat von dieser Fessel gelöst werden?“ Lk 13,16.
Lesung 1: Jes 53,1-6. Lesung 2: Lk 13,10-17. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Lk 13,15-16.
Einleitung: Ob die Zeit günstig oder ungünstig ist (2. Tim 4,2), der HERR, unser Gott, ist immer bereit, sein Volk aus seinen Kämpfen zu erlösen. Er ignoriert ihr Leiden nicht und stellt sich auch nicht taub gegenüber ihre Bitten. Er sichert uns zu: „Und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen“ Ps 50,15. Jesus ist nämlich die Hilfe in der großen Nöten (Ps 46,1). Er ist auch der Freund der Sünder, und Er sagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“ Joh 6,37b.

Donnerstag, den 14.: Jesus Christus ist das Sühneopfer für die Welt.
„Er ist die Versöhnung für unsre Sünden“ 1. Joh 2,2a.
Lesung 1: Eph 1,1-7. Lesung 2: 1. Joh 2,1-3. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: 1. Joh 2,2.
Einleitung: Johannes der Täufer deutete auf Jesus, der zu ihm kam, und sagte: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt“ Joh 1,29. Er ist derjenige, den Gott gesandt hat, um die Menschen mit Gott selbst zu versöhnen. Mit seinem heiligen Blut hat Er uns erkauft, um uns von der Knechtschaft der Sünde und des Todes zu befreien, für Gott. Denn es steht geschrieben: „Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes“ 1. Petr 1,18-19.

Freitag, den 15.: Gott sichert den Sündern die Erlösung zu.
„Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben“ Mt 9,2b.
Lesung 1: Mi 7,18-20. Lesung 2: Mt 9,1-8. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Mt 9,1-2.
Einleitung: „Die Gottlosen […] haben keinen Frieden“ Jes 48,22, sagt die Heilige Schrift, denn die Schuld wegen der Sünde belastet ihr Gewissen. Hingegen liebt Gott es nicht, Sünde zu behalten, sondern vergibt gerne. So ermahnt Er die Sünder, sich an ihre Fehlverhalten zu erinnern und es zu bekennen, um sich zu entschließen, zu Ihm zurückzukehren, Er ruft sie: „So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden. Wollt ihr mir gehorchen, so sollt ihr des Landes Gut genießen“ Jes 1,18-19.

Samstag, den 16.: Gott ruft die Sünder dazu, an seine Erlösung zu glauben.
„Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten“ Mt 9,13b.
Lesung 1: Jes 55,6-11. Lesung 2: Mt 9,3-13. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Mt 9,11-13.
Einleitung: Kein Mensch ist gerecht, denn alle haben gesündigt (Röm 3,10,23). Jesus Christus ist aber besonders dazu gekommen, den Sündern seine Erlösung zu bringen, zwar denjenigen, die sich ihrer Verfehlungen bewusst sind und an die Vergebung und Rechtfertigung Gottes in Ihm glauben. So wirkt die Barmherzigkeit von Gott, welcher es liebt, die Menschen zu retten (Hos 6,6a), was den Propheten Micha veranlasste, zu sagen: „Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen, die übrig geblieben sind von seinem Erbteil; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er ist barmherzig“ Mi 7,18.

Diese Perikope ist auf Madagassisch, Französisch, Englisch und Deutsch verfügbar und kann unter www.hifi-madanet.org und Facebook „HiFi – deutsch“ eingesehen werden. Hören Sie hifiradio.org 24/7: Lehre, Lieder, … © Madanet

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