Madagassische Lutherische Kirche Lied & Evangelium Epiphanie, vom 02.-08. Januar 2022„Epiphanie – Gott erscheint zu den Menschen“

Die Botschaft: Die „Epiphanie bzw. Erscheinung Gottes zu den Menschen“ bezeichnet die Offenbarung von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, an uns Menschen. „Epiphanie“ (gr.) bedeutet „Offenbarung oder Erscheinung, wobei sichtbar wird, was vorher verborgen war“. In der Heiligen Schrift bezieht es sich besonders auf die Offenbarung Christi, des Gesalbten Gottes, an die Weise aus alter Zeit. In der Tat erscheint Gott zu uns durch seinen Sohn, „Christus, der Gottes Ebenbild ist“ (2. Kor 4,4). In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage: „Was bedeutet das für uns hinsichtlich des Heilsplans Gottes für uns Menschen, die wir wegen der Sünde von Ihm getrennt wurden?“ –  gemäß seinen Worten: „Sondern eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass ihr nicht gehört werdet“ Jes 59,2. Zweitens fragt sich: „Ist es doch möglich, Gott zu begegnen?“ Denn selbst Mose durfte Ihn nicht sehen, wie das Wort Gottes zu ihm sagte: „Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht“ 2. Mose 33,20. Sündhafte Menschen können es nicht aushalten, Gottes Heiligkeit zu sehen, denn das Heilige und das Unheilige sind unvereinbar und widersprüchlich, und das Unheilige wird in der Gegenwart der Herrlichkeit seiner Heiligkeit vergehen, wie es geschrieben steht: „Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer […]“ 5. Mose 4,24. Doch der Zweck der Erscheinung Gottes zu uns ist es nicht, uns sündige Menschen untergehen zu lassen, sondern uns zu retten. Er hat gesagt: „Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, aller Welt Enden; denn ich bin Gott, und sonst keiner mehr“ Jes 45,22.In seiner Barmherzigkeit lässt Gott sich sehen, so dass Ihm zu sehen nicht mehr tödlich sei. So gab Er uns seinen geliebten Sohn als Sühne für unsere Sünden gegeben (1. Joh 2,2). Der Messias, dessen Kommen verkündet und gepredigt wurde, ist also tatsächlich gekommen, und offenbart sich an die Menschen. Er ist kein zusuchender Gott mehr, sondern ein Gott, der zu uns gekommen ist und erscheint, um uns zu retten (Mt 1,21). Das ist die große Zusicherung, die Er vor allem den Gläubigen gibt, weil die Herrlichkeit Gottes an uns und für uns offenbart wird, wie es geschrieben steht: „Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist“  1 Joh 3,2c.

Montag, den 03.: Gott offenbart sich dem Menschen.

„Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, lasst uns wandeln im Licht des HERRN“ Jes 2,5.

Lesung 1, Joh 12,31-36. Lesung 2: Jes 2,1-5. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Jes 2,5.

Einleitung: Gott offenbart sich den Menschen; das ist für uns so erstaunlich, jedoch sagt der Herr: „Siehe, ich, der HERR, bin der Gott allen Fleisches, sollte mir etwas unmöglich sein?“ Jer 32,27. Ebenfalls hatten wir Ihn gesucht, während Er uns bereits suchte, und sagte: „Ich ließ mich suchen von denen, die nicht nach mir fragten, ich ließ mich finden von denen, die mich nicht suchten. Zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief, sagte ich: Hier bin ich, hier bin ich“ Jes 65,1. Die Erscheinung Gottes ist eine so ersehnte Sache, wie es in unserem Lied heißt: „Offenbare dich, wie du es in Genezareth getan hast“ FFPM Buchlieder 630.

Dienstag, den 04.: Gott offenbart sich durch seinen Sohn Jesus Christus.

Der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt“ Joh 1,18b.

Lesung 1: Kol 2,6-12. Lesung 2: Joh 1,14-18. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Joh 1,18.Einleitung: Es waren und sind immer noch Menschen, die behaupten, dass es keinen Gott gebe, weil sie nur daran glauben, was sie mit ihren Augen sehen. Aber unser Glaube gründet sich nicht darauf, was wir sehen, wie es geschrieben steht: „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“ Hbr 11,1. Daher ist die Begegnung mit Jesus im Glauben die wesentliche Grundlage des Heils. Denn Jesus sagte: „Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir“ Joh 14,11a. Deshalb: „Wer mich sieht, der sieht den Vater“ Joh 14,9b

Mittwoch, den 05.: Gott offenbart sich in menschlicher Gestalt.

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns Joh 1,14a.

Lesung 1: Kol 2,8-15. Lesung 2: Joh 1,14-18. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Joh 1,14.

Einleitung: Gott offenbart sich in menschlicher Gestalt und redet auf unserer menschlichen Weise. Denn seine Menschlichkeit erlaubt Ihm, seine Heilsbotschaft zu uns zu vermitteln, wie es geschrieben steht: „Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt gemacht hat. Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe“ Hbr 1,1-3.

Donnerstag, den 06.: Der erscheinende Gott: ein Licht für sein Volk.

Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommtJes 60,1a.

Lesung 1: Joh 8,8-12. Lesung 2: Jes 60,1-6. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Jes 60,1.

Einleitung: Jesus sagte: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben“ Joh 8,12. Der Messias ist gekommen, um das Licht zu bringen, so: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell“ Jes 9,1. Deshalb sagt die Heilige Schrift: „Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts“ Eph 5,8.

Freitag, den 07.: Gott offenbart sich als der Retter seines Volkes.

Der [soll] mein Volk Israel weiden“ Mt 2,6b.

Lesung 1: Joh 8,12-15. Lesung 2: Mt 2,1-12. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Mt 2,6.

Einleitung: Menschen sind wie Schafe: sie haben Schwächen und gehen leicht in die Irre, selbst wenn der Herr sie erwählt hat. Deshalb sorgt sich Gott wirklich um sie (Hes 34,11), und hat seinen Sohn Jesus Christus gesandt, um sie zu sammeln und zu weiden. Dementsprechend sagt Er: „Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe“ Joh 10,11. Selig sind die Schafe, die Jesus als ihren Herrn und Hirten haben, denn „niemand wird sie aus meiner Hand reißen“ Joh 10,28b.

Samstag, den 08.: Jesus Christus: Gott, der sich allen Menschen offenbart.

Er [hat] in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn“ Hbr 1,2.

Lesung 1: Joh 15,22-27. Lesung 2: Hbr 1,1-4. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Hbr 1,1-2.

Einleitung: Gott offenbart sich und spricht zu den Menschen auf sehr vielen verschiedenen Weisen. Die Grundlage all dessen ist, dass jeder Mensch Jesus, dem fleischgewordenen Gott, der unter uns wohnte, begegne (Joh 1,14). Heute noch kommt Er zu uns und spricht durch das Wort Gottes und den Heiligen Geist; denn wie Jesus es sagte:, „der wird Zeugnis geben von mir“ Joh 15,26c. Glaubt seinen Worten, denn wer an Ihn glaubt, der wird gerettet werden.

Diese Perikope ist auf Madagassisch, Französisch, Englisch und Deutsch verfügbar und kann unter www.hifi-madanet.org und Facebook „HiFi – deutsch“ eingesehen werden. Hören Sie hifiradio.org 24/7: Lehre, Lieder, …

© Madanet

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