Madagassische Lutherische Kirche Lied & Evangelium Am vierten Sonntag nach Ostern vom 3.-8. May 2021 „Gott, der die Liebe ist, tröstet sein Volk“ *

Die Botschaft: Der Satz „Gott, der die Liebe ist, tröstet sein Volk“ drückt in besonderer Weise die Größe des Mitgefühls und der Barmherzigkeit Gottes
aus, der sein Volk nie verlässt und es nicht verwaist oder allein lässt. Denn so tröstete er sein entmutigtes Volk Israel während des Exils in Assyrien: „Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte“ Jer 31,3b,c. Deshalb tröstete Er sie: „Man soll dich nicht mehr nennen »Verlassene« und dein Land nicht mehr »Einsame«, sondern du sollst heißen »Meine Lust« und dein Land »Liebe Frau«; denn der HERR hat Lust an dir, und dein Land hat einen lieben Mann“ Jes 62,4. Denn Gott freut sich nicht über das Leid seines Volkes, sondern er freut sich über ihre Errettung. Obwohl also sein Volk in den Strudel der Sünde gefallen ist, zeigt er ihnen, dass er sie nicht verlässt, sondern ruft sie zur Umkehr [d.h. zur Rückkehr zu ihm] und sagt: „Suchet den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, solange er nahe ist. Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter von seinen Gedanken und bekehre sich zum HERRN, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung“ Jes 55,6-7. Der verlorene Sohn, der durch sein schlechtes Verhalten getäuscht wurde, dachte in seinem Herzen und Verstand über den tiefen Schaden nach, der ihm widerfahren war, und beschloss, zu seinem Vater zurückzukehren, und sagte: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen:
Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße; mache mich zu einem deiner
Tagelöhner“ Lk 15,18-19. Aber als er noch weit weg war, sah ihn sein Vater und wurde von Mitleid ergriffen und lief hin und umarmte und küsste ihn. Das war ein Trost für das Kind, das sich verloren fühlte, vor allem aber für das Herz des Vaters, der sich freute, sein fast verlorenes Kind wiederzusehen. So drückt „Gott, der die Liebe ist, tröstet sein Volk“ die tiefe Verbundenheit Gottes mit uns, seinen Kindern, aus. Denn mit seinem Volk, das wirklich an ihn glaubt und ihm vertraut, schließt er einen Bund: „[Ich will] euer Vater sein und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein“ 2. Kor 6,18.

Montag, den 3.: Der Gott der Liebe tröstet sein Volk und vergibt ihm.
„Du bist zornig gewesen über mich und dein Zorn sich gewendet hat und du mich tröstest“ Jes 12,1b.
Lesung 1: Ps 103,1-5. Lesung 2: Jes 12,1-6. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Jes 12,1.
Einleitung: Gott hält seinen Zorn nicht ewig zurück. Trotz der Untreue seines Volkes Israel, des Volkes, das er erwählt hatte, ihm
gegenüber und trotz der Strafe, die daraus resultierte, sagte er: „Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott. Redet mit Jerusalem
freundlich und predigt ihr, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist“ Jes 40,1-2a. Wegen dieses barmherzigen
Herzens Gottes hatte Jesus Christus zu dem Gelähmten gesagt, bevor er ihn heilte: „Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir
vergeben“ Mt 9,2d.

Dienstag, den 4.: Der Gott der Liebe tröstet sein Volk und schützt es vor Verurteilung.
„Daran … können [wir] unser Herz vor ihm damit zum Schweigen bringen, … wenn uns unser Herz verdammt“ 1. Joh 3,19,20a.
Lesung 1: Sach 3,1-5. Lesung 2: 1. Joh 3,19-24. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: 1. Joh 3,19-21.
Einleitung: Jesus Christus kam, um die sündige, von Gott getrennte Menschheit von den Banden des Todes zu befreien. Er verurteilt nicht,
sondern vergibt allen, die an ihn glauben und auf seine Worte vertrauen. Jesus sagte: „Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt,
dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet“ Joh 3,17-18a.

Mittwoch, den 5.: Der Gott der Liebe tröstet sein Volk und schenkt ihm Leben.
„Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke“ Joh 7,37b.
Lesung 1: Hes 37,1-10. Lesung 2: Joh 7,37-39. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Joh 7,37-38.
Einleitung: Alle, die die Versöhnung Gottes in seinem Sohn, Jesus Christus, annehmen und empfangen, werden von Gott zum ewigen
Leben belebt. Jesus hatte Martha mit den folgenden Worten beruhigt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der
wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben“ Joh 11,25-26.

Donnerstag, den 6.: Der Gott der Liebe tröstet sein Volk und stärkt es in seinen Schwächen.
„Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ 2. Kor 12,9a.
Lesung 1: Jer 1,1-9. Lesung 2: 2. Kor 12,6-10. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: 2. Kor 12,9.
Einleitung: Gott ist sich der Schwäche seiner Diener durchaus bewusst: „Der Geist ist willig“, sagt Jesus, „aber das Fleisch ist schwach“
Mt 26,41b/Mk 14,38b. Gerade um seine Jünger zu ermahnen, gab Jesus ihnen seine Worte: „Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die
sind Geist und sind Leben“ Joh 6,63c, sowie seinen Heiligen Geist: „Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf
euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde“ Apg 1,8.

Freitag, den 7.: Der Gott der Liebe tröstet sein Volk und schenkt ihm Freude / macht es froh.
„Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen“ Joh 20,20b.
Lesung 1: Ps 94,12-19. Lesung 2: Joh 20,11-20. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: Joh 20,19-20.
Einleitung: Die Diener Gottes sind mit unaufhörlichen Kämpfen in dieser vergänglichen Welt konfrontiert. Sein Sohn, Jesus Christus, ging
durch all das, um sie zu trösten und zu ermutigen: „Aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden“ Joh 16,33b. Jesus, „der lebt von
Ewigkeit zu Ewigkeit“ (Offb 4,9), hat tatsächlich gewonnen. Es ist diese große Quelle der Freude, die Paulus dazu veranlasste, das folgende
Gebot zu schreiben: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch“ Phil 4,4a.

Samstag, den 8.: Der Gott der Liebe tröstet sein Volk und lässt es bei sich wohnen.
„Und wer seine Gebote hält, der bleibt in Gott und Gott in ihm“ 1. Joh 3,24a.
Lesung 1: Ps 91,1-8. Lesung 2: 1. Joh 3,19-24. Predigt 1 (freie Wahl). Predigt 2: 1. Joh 3,24.
Einleitung: Gott ist ein liebender Vater und aufgrund dieses Herzens voller Liebe für seine Kinder kümmert er sich um alle, die glauben
und auf seine Rettung vertrauen, und er hat für sie ein „Zuhause“ vorbereitet, damit alle seine Kinder für immer bei ihm bleiben können.
Das versicherte Jesus seinen Jüngern, als er sagte: „Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu
bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin“ Joh 14,2d-3. Selig sind die, die bei ihm wohnen, wie
der Apostel Johannes offenbarte: „Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen“ Offb 21,3b.

Diese Perikope ist auf Madagassisch, Französisch, Englisch und Deutsch verfügbar und kann unter www.hifi-madanet.org und Facebook
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